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Inklusion beginnt in der Familie! Welche (neuen) Standards braucht Elternarbeit in einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?

Eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Deutschen Instituts für Urbanistik

Informieren, Sortieren, Verstehen + produktive Anknüpfungsmöglichkeiten finden...
… denn
Inklusion braucht mehr als (nur) ein Gesetz.

Das DIALOGFORUM „Bund trifft kommunale Praxis“ begleitet den Diskurs um eine Novellierung des SGB VIII seit mehr als drei Jahren. Voraussetzung für das Gelingen des Dialogforums ist ein kontinuierlich geführter und transparenter Diskussionsprozess zwischen dem BMFSFJ und kommunalen Fachkräften aus den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe.

Auf dieser 7. Plattform für öffentlichen Erfahrungsaustausch steht der Austausch über „Elternarbeit“ im Mittelpunkt der fachlichen Diskussion. Bereits 1990, im 8. Kinder- und Jugendbericht, wurde der Zusammenarbeit mit Eltern ein hoher Stellenwert eingeräumt. Was hat sich seither beim Thema „Elternarbeit“ in den Hilfen zur Erziehung – sowohl präventiv als auch unterstützend, aber auch im Bereich des „Kinderschutzes“ entwickelt? Inwieweit gibt es tatsächlich echte Beteiligung und Elternarbeit und damit eine strukturelle Verankerung im Regelalltag der Praxis oder ist dies eher (noch immer) ein Add on? Wie steht es mit dem Dreiklang: Zusammenarbeit mit den Eltern, Beratung und Unterstützung sowie Partizipation?

Inklusion beginnt in der Familie. Aber wie gelingt aus systemischer Perspektive Elternarbeit:

  • integrativ bei der Gestaltung von Übergängen?
  • unterstützend in den ambulanten und stationären Hilfen zur Erziehung?
  • schützend bei der Wahrnehmung des staatlichen Wächteramtes der Kinder- und Jugendhilfe?
  • helfend unter Berücksichtigung ihrer eigenen Kompetenzen und Ressourcen?
  • unter Berücksichtigung besonderer Bedarfe und Problemlagen, Kindern mit Beeinträchtigungen und/oder selbst beeinträchtigten Eltern?

Wir wollen auf dieser Veranstaltung hauptsächlich drei Schwerpunkte diskutieren:

  • Die Modernisierung des SGB VIII: Gemeinsam reflektieren, was im Referentenentwurf zur „Elternarbeit“ steht, was sich ggf. ändert, geschärft wurde und was dies für die Praxis bedeutet.
  • Einen Vergleich von Elternarbeit in den Hilfen zur Erziehung sowie zur Eingliederungshilfe, um gemeinsam voneinander zu lernen, neue Beteiligungswege und -möglichkeiten kennen zu lernen und über das Potential von Selbsthilfeorganisationen zu diskutieren
  • Praxisbeispiele mit Transfer- und Multiplikationscharakter.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Fachkräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe. Wir laden Sie herzlich dazu ein, im virtuellen Raum mit uns innovative Konzepte und Unterstützungsangebote in der Zusammenarbeit mit Eltern zu diskutieren!

 

Anfangsdatum der Veranstaltung: 
Donnerstag, 10. Dezember 2020
Enddatum der Veranstaltung: 
Donnerstag, 10. Dezember 2020
Leitung: 
Kerstin Landua
Veranstaltungsort: 
Berlin
DE
Beschreibung: 

Inklusion beginnt in der Familie! Welche (neuen) Standards braucht Elternarbeit in einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe

Im Fokus: Modernisierung des SGB VIII:
Gemeinsam reflektieren, was im Referentenentwurf zur „Elternarbeit“ steht

Für die Kinder- und Jugendhilfe: 

Heinz Müller,
Vorstand und Geschäftsführung, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH 

Folien zum Vortrag

Für die Eingliederungshilfe/Behindertenhilfe:  

Kai Pakleppa,  
Leiter des Referats Konzepte und Referent des Bundes-Elternrats der Lebenshilfe, Berlin 

Folien zum Vortrag

 

Im Fokus: Zwei Paar Schuhe? Elternarbeit in den Hilfen zur Erziehung und in der Eingliederungshilfe:
Unterschiede + Besonderheiten verstehen, gemeinsame Wege entwickeln

Eltern beim Thema Beeinträchtigung oder Entwicklungsgefährdung des Kindes frühzeitig begleiten, 
unterstützen und stärken - Zuhause und auf dem Weg in ihren Sozialraum. Blickpunkt: Frühförderung - Kita - Schule. 

Eva Klein,  
Leiterin der Arbeitsstelle Frühförderung Hessen, Offenbach

Folien zum Vortrag

Wenn Eltern auf Helfer treffen... was brauchen sie von uns Fachkräften? 
Notwendige Gestaltungsaspekte in den Interaktionen zwischen Eltern und Fachkräften aus der  
Kinder- und Jugendhilfe, u.a. in Hilfeplangesprächen  

Dr. Marie-Luise Conen,
Familientherapeutin, Berlin

Folien zum Vortrag

Elternselbstvertretungen/ Selbsthilfeorganisationen in der Behindertenhilfe:  
Selbstbestimmung und Empowerment 

Gesa Borek,
Sozialarbeiterin und Diakonin, Leiterin des Beratungsdienstes der Interessensgemeinschaft Fragiles-X e.V.,
stellvertretende Vorsitzende der Bundesfrauenvertretung des bvkm 

Folien zum Vortrag

 

Im Fokus: Praxisbeispiele zu „Elternarbeit in den Hilfen zur Erziehung“  
Motivation fördern und Empowerment stärken

Stationäre Erziehungshilfen: Herausforderungen und Spannungsfelder bei der Entwicklung von Konzeptbausteinen zur Elternpartizipation

Prof. Dr. Nicole Knuth, 
Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften, Fachhochschule Dortmund

Folien zum Vortrag

Partizipation von Eltern in Planungsprozessen: Vom Hilfeplangespräch im Jugendamt zur Gesamtplanung!  
Gemeinsame Fallbesprechungen mit den Eltern als Modell der Zukunft?

Annett Brand, 
Mitarbeiterin im Allgemeinen Sozialer Dienst, Jugendamt Dresden

Folien zum Vortrag

Erste Erkenntnisse aus dem Modellprojekt „Inklusion jetzt!“:  
Eltern als Experten in eigener Sache, egal wie „besonders“ 

Carolyn Hollweg/ Daniel Kieslinger, 
Evangelischen Erziehungsverband EREV, Hannover & Bundesverband katholischer Einrichtungen  
und Dienste der Erziehungshilfen e.V.,  Freiburg im Breisgau

Folien zum Vortrag

 

 

 

Aufmacherbild: 
Expertengespräch oder Plattform für Erfahrungsaustausch?: 
Plattform für Erfahrungsaustausch
Vertiefter Fachdiskurs?: 
NEIN, die Veranstaltung ist kein vertiefter Fachdiskurs