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ICF - die Sprache der Inklusion? Anwendungsmöglichkeiten + Praxisbeispiele + Schlussfolgerungen

Informieren, Sortieren, Verstehen + produktive Anknüpfungsmöglichkeiten finden...

… denn Inklusion braucht mehr als (nur) ein Gesetz.

Kinder- und Jugendhilfe ist eine kommunale Aufgabe und findet dort statt, wo Kinder, Jugendliche und ihre Familien leben. Deshalb ist die kommunale Ebene ein elementarer Bezugspunkt, wenn es um die Planung und Umsetzung identifizierter konkreter Handlungsbedarfe geht. Ob und inwieweit die Kinder- und Jugendhilfe im Sinne einer inklusiven Lösung weiterentwickelt werden kann, um zukünftig für alle Kinder und Jugendlichen – mit und ohne Behinderungen - zuständig zu werden, wird derzeit intensiv in vielen Debatten verhandelt und geprüft. Das DIALOGFORUM „Bund trifft kommunale Praxis“ bietet Ihnen als leitenden Fach- und Führungskräften aus den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, der Behindertenhilfe und der Eingliederungshilfe in den Kommunen sowie Vertreter/innen der kommunalen Spitzenverbände, der Landesjugendämter und der Wissenschaft hierfür eine Plattform. Geplant ist, konkrete Umsetzungsschritte, offene/strittige Fragen der praktischen Umsetzung und erste Erfahrungswerte in der Praxis auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam mit dem BMFSFJ zu diskutieren. Hierzu laden wir Sie zu einem dialogischen Diskussionsprozess nach Berlin ein.

Entscheidend für einen gelingenden Dialogprozess ist zu wissen, wie „vor Ort“ gedacht wird und was „vor Ort“ passiert! Hier sind Sie die Expert/innen. Sind Sie dabei?

… und darum geht es in unserem siebten Expertengespräch konkret:

In vorangegangenen Diskussionen zur Reform des SGB VIII und insbesondere auch um die zukünftige Ausgestaltung der Hilfeplanung in einem „inklusiven SGB VIII“ war die mögliche Einbindung der ICF-CY (Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) von Beginn an ein umstrittenes Konstrukt.

Die Anwendung der ICF-CY hat aber durch das Bundesteilhabegesetz seit dem 01.01.2018 auch für die Kinder- und Jugendhilfe an praktischer Bedeutung gewonnen. Vorgesehen ist, den individuellen Hilfebedarf künftig mit Hilfe eines an den neun ICF-Lebensbereichen orientierten Instruments zu ermitteln. Bislang fehlen hierfür aber noch Umsetzungserfahrungen, wie sich dies konkret in der Teilhabeplanung wiederfinden wird.

Für das Kompetenzprofil pädagogischer Arbeit sind zukünftig die Kenntnis und der Umgang mit der ICF wichtig für die Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung von Kindern und Jugendlichen. Neue Anforderungen richten sich in diesem Kontext aber nicht nur an die Fachkräfte, sondern auch an die Inklusionsfähigkeit von Einrichtungen und Diensten.

Ziel des Expertengesprächs ist es, die Funktionalität der ICF sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in der Hilfeplanung aus Sicht aller beteiligten Professionen zu diskutieren, immer mit dem Blick darauf, was verschiedene - am Hilfeprozess beteiligte - Berufsgruppen gemeinsam für Kinder, Jugendliche und ihre Familien tun können.

Es werden konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis vorgestellt und diskutiert. Die aus der Diskussion generierten Erkenntnisse werden am Ende der Veranstaltung gemeinsam reflektiert und die Arbeitsergebnisse dem BMFSFJ zur Verfügung gestellt. Hierzu laden wir Sie herzlich nach Berlin ein.

Anfangsdatum der Veranstaltung: 
Donnerstag, 27. September 2018
Enddatum der Veranstaltung: 
Donnerstag, 27. September 2018
Leitung: 
Kerstin Landua
Veranstaltungsort: 
DIFU
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
DE
Programm (PDF): 
Beschreibung: 

Die "Grundphilosophie" der ICF. Kann sie "die Sprache der Inklusion" werden und gibt es schon Beispiele dazu?
Eva Klein, Arbeitsstelle Frühförderung Hessen, Offenbach
Folien zum Vortrag

ICF-CY: Relevanz für die Kinder- und Jugendmedizin
Dr. Peter Keller, ICF Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e. V. (DGSPJ), Berlin
Folien zum Vortrag

Kriterien für Regelungen zur Hilfeplanung in einem inklusiven SGB VIII: Bedarfsklärung und mögliche Anwendung der ICF-CY
Stefan Pietsch, Jugendamt Eschweiler, BAG ASD/KSD
Folien zum Vortrag

Arbeitsgruppe "Diskussion eines Fallbeispiels aus der Kinder- und Jugendmedizin zu Teilhabe, Teilhabepräferenz und Erstellen von Ziel- und Handlungsplänen"
Dr. Peter Keller, ICF Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e. V. (DGSPJ), Berlin
Folien zum Vortrag

Arbeitsgruppe "Sind die Jugendämter 'fit' für § 13 SGB IX? B.E.Ni. - ein selbst entwickeltes ICF-basiertes Bedarfsermittlungsinstrument"
Friederike Eilers, Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Hildesheim
Folien zum Vortrag

Aufmacherbild: 
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