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Projekt

Das DIALOGFORUM „Bund trifft kommunale Praxis - Inklusive Kinder- und Jugendhilfe aktiv miteinander gestalten“, verankert im Deutschen Institut für Urbanistik und seit 2017 gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), begleitet den Diskurs um eine Modernisierung des SGB VIII seit mehr als fünf Jahren. Unser Ziel besteht darin den kontinuierlichen Austausch zwischen Bund und Kommunen über die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit Blick auf das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG), welches am 10. Juni 2021 in Kraft getreten ist, auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe zu unterstützen und damit einhergehende Fragen der praktischen Umsetzung sowie Erfahrungen in der Praxis zu diskutieren. Hiermit soll die erfolgreiche Umsetzung des neuen KJSG durch einen transparenten und systemübergreifend geführten Diskussionsprozess unterstützt werden.

Der Austauschprozess findet in zwei Veranstaltungsformaten statt. Die Plattformen für öffentlichen Erfahrungsaustausch dienen dem Austausch über inhaltliche Aspekte, bereits vorhandenes Know-how und Umsetzungserfahrungen des KJSG in den Bereichen „Besserer Kinderschutz“, „Unterbringung außerhalb der eigenen Familie“, „Prävention im Sozialraum stärken“, „Inklusion/ Wirksamere Hilfesysteme“ sowie „Partizipation und Beteiligung“. Ziel ist eine bundesweite Diskussion der laufenden Praxis, bei der das Lernen voneinander zentral ist.

Die Expertengespräche richten sich an leitende Fach- und Führungskräfte. Im Mittelpunkt stehen der Austausch und die Verständigung über inhaltliche Aspekte des neuen KJSG. Ziel ist es Konzepte und Lösungsvorschläge zu entwickeln, um die neuen Aufgaben und Handlungsanforderungen in fachlich hoher Qualität gut umsetzen zu können. Wichtige Erkenntnisse, Erfahrungswerte und konkrete Umsetzungsfragen aus der Praxis, die in den Diskussionen beider Formate deutlich werden, werden vom Dialogforum gesammelt und an das BMFSFJ übermittelt. Für die Gestaltung einer modernen Kinder- und Jugendhilfe für Alle ist ein kontinuierlich geführter Dialogprozess zwischen Bund und kommunaler Praxis eine wichtige Voraussetzung.

Der Projektbeirat, der aus Vertreter*innen des BMFSFJ, aus Praktiker*innen der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Vertreter*innen der kommunalen Spitzenverbände, verschiedener Fachverbände der Jugendhilfe sowie der Gesundheits- und Behindertenhilfe, der Landesjugendämter und der Wissenschaft besteht, berät als unterstützendes Gremium die inhaltliche Entwicklung des Projektes und spricht hierfür Empfehlungen aus.