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Kleine Villa – Intensivwohngruppe mit inklusiven Inobhutnahmen für Babys und Kleinkinder

Die stationäre Einrichtung der Jugendhilfe ist eine kleine Wohngruppe mit 6 Plätzen. Sie verfügt auch über integrierte Inobhutnahmeplätze für Babys und Kleinkinder und bietet Kindern mit und ohne Behinderung ein Zuhause sowie Schutz und Perspektiven für das Leben.

Die Kleine Villa der WiKi

Die Kleine Villa ist eine stationäre Einrichtung der Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII, mit sechs Plätzen für  Babys und Kleinkinder bis ins Schulalter und drei integrierten Inobhutnahmeplätzen nach § 42 SGB VIII. Babys und kleinen Kindern, die stark belastende Erfahrungen in der Herkunftsfamilie gemacht haben, von ihrer Familie getrennt wurden, evtl. in wechselnden Pflegefamilien untergebracht wurden und oft traumatischen Gewalt- oder Vernachlässigunserlebnissen ausgesetzt waren, soll ein Ort der Sicherheit, der Geborgenheit, der Hilfe und Unterstützung geboten werden.

Die Maßnahme ist notwendig und geeignet

  • wenn in der Klinik oder in der Arztpraxis  schon erhebliche Auffälligkeiten der Eltern im Umgang  mit dem Baby oder Kleinkind beobachtet werden
  • wenn ein Verdacht auf Misshandlung oder Missbrauch des Kindes vorliegt
  • wenn Verwahrlosung oder Unterversorgung der Kinder drohen
  • für Babys und kleine Kinder/Geschwisterkinder deren Kindeswohl geschützt werden muss
  • für Babys und kleine Kinder, die aufgrund von medizinischen oder Entwicklungsauffälligkeiten, keine Pflegefamilie finden

In der Kleinen Villa erfahren kleine Kinder und Babys Schutz und Geborgenheit außerhalb des Familiensystems. Kinder, die in Obhut genommen werden, benötigen besonders viel Sicherheit und Verlässlichkeit. Die Kinder leben und spielen in einer kleinen familiären Wohngemeinschaft bis eine, für ihre Bedürfnisse bessere Lösung gefunden werden kann. Dieser Prozess wird in der Kleinen Villa fachlich und im guten Austausch mit dem Jugendamt, den Eltern und möglichen Pflegeeltern begleitet. Räumlichkeiten mit separatem Eingang für den begleiteten Umgang und für Hilfeplangespräche und Kontaktaufnahmen sind vorhanden. Das Zusammenleben der kleinen Wohngemeinschaft bleibt davon unberührt.

In die Einrichtung können auch Kinder mit Behinderungen oder Traumatisierungen aufgenommen werden, ohne dass vorweg der Kostenträger geklärt werden muss. Im Clearing wird dann gemeinsam erarbeitet, was das einzelne Kind braucht und wie seine Perspektive ist. In dieser Phase werden die Geschwisterkinder nicht getrennt, auch nicht, wenn sie die vorgegebene Altersstruktur überschreiten.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist, den entsprechenden Vorgaben nach, besonders intensiv und kann im selben Gebäude stattfinden ohne den persönlichen geschützten Rahmen des einzelnen Kindes zu stören. So werden Beziehungsabbrüche oder Entwicklungsrückschläge der kleinen BewohnerInnen verhindert.

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