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Gewonnen, gekommen, geblieben... Was sind attraktive Arbeitsbedingungen für sozialpädagogische Fachkräfte im ASD?

Eine Veranstaltung des Deutsches Instituts für Urbanistik in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft ASD/KSD

Der ASD ist das Herzstück des Jugendamtes und hat die Aufgabe, Familien bei Erziehungsproblemen zu beraten und zu unterstützen, bei familiären Konflikten und Krisen zu helfen sowie Kinder und Jugendliche vor Kindeswohlgefährdungen zu schützen. Damit dies gut gelingt, müssen sozialpädagogische Führungs- und Fachkräfte viel bedenken und sich täglich neu den Herausforderungen dieser Aufgabe stellen.

Aktuell wird dazu engagiert über folgende Fragen zur fachlichen, organisatorischen und personellen Entwicklung der ASDs diskutiert:

  • Wie sieht Bezirkssozialarbeit heute aus? Ist der Grundgedanke von Bezirkssozialarbeit - Sozialarbeiter/innen als zentraler Ansprechpartner für Familien - in den Jugendämtern noch handlungsleitend?
  • Wie haben sich die Personal- und Fallzahlen in den letzten 10 Jahren entwickelt? Reicht die bundesweite Personalausweitung aus, um die steigenden Fallzahlen zu bewältigen, oder wachsen die Fälle schneller als die Stellen?
  • Wie gehen die Allgemeinen Sozialen Dienste mit diesen Herausforderungen um? Welche Strukturentwicklungen von Jugendämtern (Ausstattung, innere Aufgaben, fachliche Grenzziehungen, Auslagerungen) gibt es?

Eine Analyse der aktuellen Situation in den ASDs und die damit verbundene Frage der Sinnhaftigkeit des Arbeitsfeldes lässt sich u.a. an folgenden Aspekten vornehmen und diskutieren:

  • demografische Entwicklung, Fallzahlen, „Problemdichte“, strafrechtliche Verantwortung,
  • ASD als „Durchlauferhitzer“ auf dem Weg zu einer anderen Tätigkeit im Jugendamt,
  • Fluktuation, befristete Verträge, Vergütung,
  • Attraktivität des Arbeitsfeldes insgesamt.

Unter der Überschrift der folgenden beiden Fragen:
Wie kann eine Stärkung des Arbeitsfeldes ASD/Soziale Arbeit erfolgen?
Was sind attraktive Arbeitsbedingungen für sozialpädagogische Fachkräfte im ASD?

… wollen wir auf dieser Tagung mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen und u.a. diese Aspekte diskutieren:

  • Was sind die Voraussetzungen, damit junge Menschen das Berufsbild attraktiv finden?
  • Welche strukturellen Merkmale dienen der Fachlichkeit?
  • Welche Strategien zur Fachkräftegewinnung und -bindung gibt es in der Praxis?
  • Welche Veränderungsbedarfe werden bei Ausbildung/Curricula/Praktika gesehen?
  • Wie wird/muss sich der ASD unter Inklusionsbedingungen verändern?
  • Welche Lösungen gibt es „anderswo“, in einem Nachbarland?

Zu dieser bundesweiten Veranstaltung laden wir Sie herzlich zu einem öffentlichen Erfahrungsaustausch ein. Kommen Sie nach Berlin und diskutieren Sie mit!

Anfangsdatum der Veranstaltung: 
Montag, 22. Oktober 2018
Enddatum der Veranstaltung: 
Dienstag, 23. Oktober 2018
Leitung: 
Kerstin Landua
Veranstaltungsort: 
Berlin
DE
Programm (PDF): 
Beschreibung: 

Vorträge

Worüber reden wir eigentlich? Problemaufriss in drei Kurzvorträgen
(1)  Der ASD in Zahlen: Statistische Annäherungen an ein Arbeitsfeld im Wandel
Dr. Thomas Mühlmann, Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendhilfestatistik, Universität Dortmund
Folien zum Vortrag

(2)  Jedes Jugendamt ist anders. Welche Strukturentwicklungen von Jugendämtern gibt es? Was bedeutet das für gegenwärtige und zukünftige Anforderungen im ASD?
Prof. Dr. Joachim Merchel, Fachhochschule Münster
Folien zum Vortrag

(3)  Auf hoher See oder eher in ruhigeren Gewässern? Sozialpädagogische Fachkräfte im ASD zwischen objektiven Anforderungen und gefühlter Realität. Qualitative Befunde.
Thora Ehlting, Fachbereich Sozialwissenschaften, Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW), Hochschule Koblenz
Folien zum Vortrag

„Wo ist eigentlich das Problem?“ Versuch einer Einordnung und Ursachenanalyse
Benjamin Landes, ISS – Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V., Frankfurt/Main
Folien zum Vortrag

Ergebnisse der interaktiven Phase zum Vortrag

Und anderswo? Dieselbe Aufgabe, nur anders umgesetzt? Impulse von „nebenan“.
Ingrid Krammer, Amt für Jugend und Familie Graz
Folien zum Vortrag

Allgemeiner Sozialer Dienst – ein attraktiver Arbeitsplatz!?! Ein Puzzle aus individueller, professioneller und organisatorischer Sicht
Dr. Hildegard Pamme, LWL – Landesjugendamt Westfalen, Münster
Folien zum Vortrag

Arbeitsgruppen:

AG "Voraussetzungen für personelle Stabilität im ASD – das Hamburger 'Kombipaket'“
Folien zum Input

AG "Traineeprogramm für Berufseinsteiger. Ein gemeinsames Angebot der Träger der öffentlichen und freien Kinder-und Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Rosenheim"
Folien zum Input

AG "Duale Ausbildung von Sozialarbeiter/innen zur Fachkräftegewinnung und -bindung: Ein praxisnahes Modell der Zukunft?"
Folien zum Input

AG "Arbeiten für das, was man schätzt: Personalgewinnung, Einarbeitung und Personalbindung für die Bezirkssozialarbeit in München"
Folien zum Input

AG "Suchst du eine Herausforderung, die so vielfältig ist wie das Leben? Dann bist du im ASD richtig."
Folien zum Input Berlin
Folien zum Input Berlin
Folien zum Input LWL

AG "Rollenklärung und kontinuierliche Rollenstärkung: Wer bin ich und wenn ja wie viele?"
Folien zum Input

Ergebnisse der Arbeitsgruppen am 2. Tag

 

Aufmacherbild: 
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