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„360° Deutschland – vielfältig, demokratisch, engagiert“ – ein Projekt zur Förderung der Beteiligung junger Menschen am politischen Leben in Berlin und Brandenburg

Das Projektteam trifft sich regelmäßig zur Evaluation der Aktivitäten.

Quelle: Kreisau Initiative

Jugendliche und junge Erwachsene erlernen Methoden und Ansätze für die Bearbeitung von gesellschaftlichen Konflikten und entwickeln Haltungen und Handlungsoptionen für mehr Demokratie. Sie konzipieren und setzen Projekte um, die Lösungen für Probleme in ihren Gemeinschaften schaffen.

Ausgangssituation

Der Ausgangspunkt des Projektes ist die Polarisierung der Gesellschaft: Studien belegen keine generelle Radikalisierung der Gesellschaft, aber in Diskursen off- und online bedroht das zunehmend feindliche Gegenüber zwischen verschiedenen demokratischen und antidemokratischen Gruppen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Gefahr zeigt sich auch im Erstarken extremistischer Bewegungen wie Pro Chemnitz sowie durch öffentliche Proteste wie von Pegida.

Unter Jugendlichen formen sich die Orientierungsmuster, Denkweisen, Deutungsrahmen und Werte heraus, die ihre künftigen Wahlentscheidungen, aber auch die Art des gesellschaftlichen Zusammenlebens prägen werden. Interessanterweise zeigte die Shell-Jugendstudie von 2015, dass unter Jugendlichen die Angst vor Ausländerfeindlichkeit größer ist als vor Zuwanderung. Hier möchte das Projekt ansetzen und Jugendliche unterschiedlicher Hintergründe in einem gleichberechtigten Diskurs über Werte, demokratisches Miteinander und Konfliktlösungen zusammenbringen.  Durch bessere Konfliktfähigkeit, gegenseitige Wertschätzung und aktiven Austausch verringern sich polarisierende und extreme Meinungen. Der gesamtgesellschaftliche Zusammenhalt nimmt zu.

Zielgruppe und Ziele des Projektes

Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene aus Berlin und Brandenburg; Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Aktivist*innen, politisch und gesellschaftlich (Un-)Interessierte mit und ohne Migration- und Fluchthintergrund.

Ziele:  

  • Die Teilnehmenden können Konflikte eigenständig bearbeiten
  • Die Teilnehmenden haben sich Kenntnisse der Methoden Betzavta, Circles oder PIAT (Public Interest Advocacy Training), sowie Wissen über Projektmanagement angeeignet
  • Die Teilnehmenden haben mit den Wahlmodulen ergänzende Kenntnisse zu den Themen Medien, digitale Zivilcourage und Extremismusprävention erlangt
  • Die Teilnehmenden verfügen über demokratische Kompetenzen wie moralisches Bewusstsein, Urteilsfähigkeit und Meinungsbildung sowie aktive Beteiligung am politischen Leben.
  • Die Teilnehmenden sind in der Lage, ihre Anliegen bei politischen Stakeholdern durchsetzen
  • Die Teilnehmenden der Betzavta- und Circles-Module planen in Gruppen auf Grundlage der erlernten Methoden eigene Mikroprojekte (z.B. einen Workshop zu Konfliktlösung in ihrem Jugendclub oder einen Gesprächskreis zum Thema Seenotrettung in ihrer Schule) und führen sie durch
  • Konflikte (z.B. um Werte, wegen unterschiedlicher Meinungen) im Umfeld der Teilnehmenden nehmen ab
  • Die Interessen von jungen Leuten werden von politischen Stakeholdern im Umfeld der ZG stärker berücksichtigt

Planung und Konzeption

Das Projekt wurde von der Kreisau-Initiative initiiert und folgende Partner*innen wurden in Planung einbezogen:

  • Freya von Moltke Stiftung
  • Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz
  • Peripheria (peripheria.de)
  • Centrum für angewandte Politikforschung an der Universität München

Laufzeit des Projektes

Januar 2019 bis zum Dezember 2021

Förderung

Das Projekt „360° Deutschland“ der Kreisau-Initiative wird durch die SKala-Initiative gefördert. SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert etwa 100 gemeinnützige Organisationen mit insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in den Bereichen Inklusion und Teilhabe, Engagement und Kompetenzförderung, Brücke zwischen den Generationen sowie Vergessene Krisen. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die gegenüber PHINEO eine große soziale Wirkung nachgewiesen haben.

Evaluation

Das Projekt wir zusammen mit den Teilnehmenden, Kooperationspartnern sowie einem externen Prozessbegleiter evaluiert. Die Ergebnisse werden am Ende 2021 veröffentlicht.

 

 

Best-Practice: 
Jugendliche lernen mittels non-formaler Methoden in vielfältigen, inklusiven Gruppen. Zum einen werden sie ermutigt, sich zu beteiligen und in kleinen Projekten ihr lokales Umfeld mitzugestalten. Zum anderen entwickeln sie Haltungen gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Extremismus.

Vertikale Reiter

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Bundesland & Region
Bundesland: 
Berlin
Brandenburg
Landkreis/Region: 
Brandenburg und Berlin
Laufzeit
Laufzeit: 
Februar 2021
Stand der Information
Stand der Information: 
11.02.21